Goethe-Gesellschaft Rudolstadt

Goethe-Ges. Rud.

Mittwoch, 15. November 2017, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek

„Fürstliche Erlebniswelten Schloss Schwarzburg“ Das Fürstliche Zeughaus Schwarzburg


Vortrag von Jens Henkel, Kustos am Thüringer Landesmuseum

„Von der wundersamen Rettung der Waffensammlung des Schlosses Schwarzburg“ berichtet Jens Henkel, Kustos am Thüringer Landesmuseum, in einem Vortrag vor der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt am Mittwoch, dem 15. November 2017, 19.00 Uhr, in der Stadtbib- liothek. Als Leiter des seit 2007 laufenden Projekts zur Wiedereinrichtung des Fürstlichen Zeughauses Schwarzburg ist er wohl wie kein anderer mit diesem Thema verbunden und kann so aus erster Hand über die Geschichte der Sammlung, den Verlauf des Projekts und seinen für den Mai 2018 vorgesehenen Abschluss mit der Vollendung des Tor- und Funktionsgebäudes Auskunft geben. Interessenten sind zu dieser Veranstaltung willkommen.

24. September 2017 - Exkursion nach Jena

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Prof. Dr. Udo Ebert, Jena



Ästhetisches Vergnügen und psychologische Neugier - Schillers Interesse an Verbrechern

Sonnabend, 26. August 2017, Goethe-Geburtstag im AmViehTheater Beulbar



Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt hatte sich für ihre Feier zu Goethes Geburtstag eine ungewöhnliche Umgebung ausgesucht: das im benachbarten Saale-Holzland-Kreis liegende Dorf Beulbar, einen Stadtteil von Bürgel, mit seiner kleinen Freilichtbühne. Erbaut wurde sie von Orge Zurawski, einem heute bald achtzigjährigen gestandenen Sänger und Schauspieler, der die in jahrelanger Arbeit geschaffene Spielstätte im Anklang an das klassische Amphitheater und nach der Nähe zum Vieh auf der Weide „AmViehTheater“ nannte. Mit den angrenzenden Bauten – vom Wohnhaus bis zu Atelier und Werkstatt – entstand, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, ein reizvoller Kunstraum, seit Jahren Künstler anziehend, die neben dem Hausherren als Solisten oder Gruppen mit Musik, Lyrik und Prosa, Heiterem und Besinnlichem ihr Publikum erfreuen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Gunther Emmerlich und Hans-Eckardt Wenzel.

Die Rudolstädter Goethefreunde genossen in dieser Übereinstimmung von Natur und Kunst die von Orge mit großer innerer Beteiligung vorgetragenen Werke: Lyrik von Kästner und Tucholsky, deutsche Volkslieder, heitere und nachdenkliche Geschichten bis hin zu jiddischen Wort- und Liedbeiträgen, mit der Gitarre begleitet. Selbst den kulinarischen Genuss hatte der Hausherr bestens vorbereitet.

Für den nötigen Appetit sorgte eine dem Programm vorausgegangene Wanderung durch den Schlossgrund ins nahe Waldeck.

Hier hatte im 18. Jahrhundert die Familie des Wildmeisters Slevoigt gelebt. Dessen Tochter Caroline heiratete den Weimarer Verleger Friedrich Justin Bertuch. Dieser gründete für sie als Zweitunternehmen seines Betriebs eine eigene Manufaktur, in der auch Goethes spätere Frau Christiane Vulpius angestellt war. Über die Bertuchs kam Goethe nach Waldeck. Bei seinem ersten Besuch in der Alten Försterei im Jahre 1775 genoss er die Schönheit der Landschaft, besonders von einem Aussichtspunkt, wo einst eine Burg (derer von Gleichen; man sieht noch ein kleines Plateau, umgeben von einem Wallgraben) gestanden hatte. Heute erinnert eine Tafel an diese Ereignisse.  Beulbar Beulbar Beulbar

Orge spielt auf dem Plateau, wo dereinst sich das Schloss befand. W.W., Fotos: H.-G. Otto

Juni 2017 Exkursion

Vom 24. bis 25.06. sind wir in Bad Lauchstädt / Merseburg unterwegs.

Abfahrt am Samstag:
Kurzprgramm:
Merseburg (Hotel Radisson) - Stadtführung "Von Raben und Zaubersprüchen" durch die historische Altstadt
Kuchen-Pause, Dom (privat, Führung 13:00)
15:30 - Halle
Schifffahrt auf der Saale in Halle (von Burg Giebichenstein)
Abendessen in der Altstadt

Sonntag
Nach dem Frühstück Abfahrt nach Bad Lauchstädt
In Bad Lauchstädt - Führung durch den Kurpark und das Schiller-Haus
Imbiss im Park möglich
Am Nachmittag - Theater "Cosi Fan Tutte" mit anschl. Besichtigung des Theaters

Mittwoch, 17. Mai 2017, 19.00 Uhr, Schiller-Haus Rudolstadt

Dr. Christian Klein, Dozent und Autor, Wuppertal

Kultbücher. Von Goethes „Werther“ bis zur Gegenwart
"Was macht ein Buch zum Kultbuch? Kultbücher sind ein präsenter Bestandteil des literarischen Lebens. Sie zeichnen sich durch eine besondere Form der Rezeption aus, die dazu führt, dass die Bücher zum Leitfaden der Lebenspraxis ihrer Leser avancieren - die Lektüre manifestiert sich als soziales Phänomen. Wie aber kommt es dazu? Christian Klein widmet sich erstmals systematisch der Frage, welche Text-Strategien und sozialen Konstellationen dazu beitragen, dass ein Buch zum Kultbuch wird. In Auseinandersetzung mit Goethes »Die Leiden des jungen Werther« legt er eine Definition des Kultbuchs vor. Im Rahmen exemplarischer Einzelanalysen (u. a. »Also sprach Zarathustra«, »Demian«, »Im Westen nichts Neues«, »Der Fänger im Roggen«, »Generation X«) bestimmt der Literaturwissenschaftler spezifische Merkmale von Kultbüchern und arbeitet ihre inhaltlichen bzw. formalen Besonderheiten heraus."

Mittwoch, 15. März 2017, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Goethe-Hauses Frankfurt
„Natur und Kunstwerke lernt man nicht kennen, wenn sie fertig sind; man muß sie im Entstehen aufhaschen...“ Historisch-kritische Ausgabe von Goethes „Faust“ - als Buch und im Internet
„Natur und Kunstwerke lernt man nicht kennen, wenn sie fertig sind; man muß sie im Entstehen aufhaschen…“ Goethe an Zelter, 4. August 1803.
An seinem dramatischen Hauptwerk hat der Dichter fast sein ganzes Leben geschrieben; Die erste Fassung, der „Urfaust“, ist am Großen Hirschgraben in Frankfurt entstanden. Im Freien Deutschen Hochstift wird seit Anfang 2009 eine historisch-kritische Ausgabe des Goetheschen Hauptwerks erarbeitet. Erstaunlicherweise ist der Reichtum der überlieferten „Faust“-Handschriften bis heute editorisch nicht erschlossen. Ziel der kleinen „Faust“-Arbeitsgruppe, die im Freien Deutschen Hochstift von Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken geleitet wird, ist eine Hybrid-Ausgabe, die die überlieferten Zeugnisse aus Goethes Werkstatt sowohl in einer Faksimile-Edition in Buchgestalt als auch digitalisiert, in einem innovativ-genetischen Apparat der Forschung zugänglich macht. Es geht um die Dokumentation aller vorhandenen Handschriften und um die Darstellung des konkreten, aus diesen Textzeugen zu rekonstruierenden Arbeits- und Schreibprozessen Goethes am „Faust“. Hier ein interessanter Link ...

Mittwoch, den 19. April 2017, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek

„Frei wie die Wolken, fühlt was Leben sei“
Wolken als Sinnbild im Werk Goethes Vortrag von Martin Blum, Ingolstadt

„Mein Blick war auf den Himmel hin gerichtet“ – dieser Vers Goethes steht leitmotivisch über einem Vortrag von Martin Blum, Ingolstadt, zum Thema „Wolken als Sinnbild im Werk Goethes“ am Mittwoch, dem 19. April 2017, 19.00 Uhr , in der Stadtbibliothek. Der Referent „beleuchtet…Goethe als Wolkenforscher und…als Wolkenpoet….In seinem lyrischen und dramatischen Werk stehen…Wolken sinnbildlich für das Göttliche, die Liebe, die Inspiration, aber auch die Sorge….Lyrikwolken wurden Wolkenlyrik: Wolkenzeich- nungen Goethes und Wolkenpassagen aus seinem literarischen Werk werden zu einem eindrucksvollen Erlebnis“…(M.B.) Martin Blum, 1988 in Görlitz geboren, studierte an der Universität Bayreuth Germanistik. 2015 wurde er Preisträger des 5. internationalen Essay-Wettbewerbs der Goethe-Gesellschaft. Alle Interessenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Wolken

Mittwoch, 15. Februar 2017, 16.00 Uhr, Altes Rathaus

„Aus der Geschichte habe ich treffliche Werke da gefunden…“ Die Weltchronik des Hartmann Schedel in der Privatbibliothek des Carl Gerd von Ketelhodt

Vortrag von Tobias Zober, Leiter der Historischen Bibliothek Rudolstadt

Weltchronik Eine der herausragenden Persönlichkeiten Rudolstadts in der Goethezeit steht im Mittelpunkt des nächsten Vortragsabends der Goethe-Gesellschaft: der Geheimrat und Kanzler Carl Gerd von Ketelhodt. Als Büchersammler und Bibliophiler hat von Ketelhodt bis zum Verkauf der Bibliothek die unglaubliche Anzahl von ungefähr 17000 Bänden zusammengetragen. Die Geschichte der Bibliothek, ihre Bestände und auch ihre Nutzer werden in diesem Vortrag untersucht. Als herausragendes Einzelbeispiel der Buch- und Druckgeschichte aus dieser Büchersammlung soll die sogenannte „Schedelsche Weltchronik“ einer Einzelbetrachtung unterzogen werden. Der Referent, Tobias Zober, studierte Geschichte und Rechtswissenschaft an der Universität Erfurt. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Mitarbeiter vor allem am Forschungszentrum Gotha für Kultur- und Wissenschaftsgeschichte der frühen Neuzeit. Seit 2014 ist Tobias Zober an der Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt beschäftigt. Im Februar 2016 übernahm er die Leitung dieser Einrichtung.

Jahreshauptversammlung

Mittwoch, 18. Januar 2017, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek
Jahresversammlung der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt e.V.
anschließend Dr. Michels: Exkursionen der Goethe-Gesellschaft von 2002-2008

9. Dezember 2016

Auch dieses Jahr fand unsere Weihnachtsfeier im Alten Rathaus zu Rudolstadt statt. Eingestimmt wurden die Goethefreunde durch einen erfrischenden Auftritt junger Musiker der Musikschule Rudolstadt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank! Herr Otto gab einen programmatischen Ausblick auf das kommende Jahr, dass wieder etliche interessante Abende erwarten lässt. Speis und Trank zu dieser Veranstaltung waren wieder durch einige sehr engagierte Mitglieder organissiert worden. Vielen Dank, vor allem auch an Frau Glandt!

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16. November 2016

Hans-Günther Otto, Rudolstadt „...aus Liebe zu seinen Dichtungen, die mich glücklich machen.“ „Egmont“ - Beethovens Schauspielmusik und Goethes Drama
Segebrecht

25. Oktober 2016

Prof. Dr. Manfred Osten
„Der Koran ist groß, streng und furchtbar“
Zur Aktualität des Goetheschen Islam-Verständnisses

Unter dem Leitwort „In tausend Formen magst Du Dich verstecken“ sprach der Referent zum Thema „Goethe und die Weltreligionen“. Goethe hat sich zeitlebens mit den Religionen der Welt auseinandergesetzt. „Er war mit dem Alten und dem Neuen Testament (in Luthers Übersetzung) vertraut, sie lieferten ihm einen unerschöpflichen Vorrat an poetischen Bildern und Symbolen. Als Kind wollte er Hebräisch lernen, um sich mit dem religiösen Grundtext des jüdischen Volkes, dem Alten Testament, bekannt zu machen; später lenkte Herder ihn auf das dritte Grundbuch der monotheistischen Religionen, den Koran, den Goethe…vor allem als poetischen Text akzeptierte, was sich in seinem Gedichtbuch „West-östlicher Divan“ widerspiegelt. Sein Verhältnis zu den christlichen Amtskirchen war durchaus kritisch.“ Das Wesen jeder aufrichtigen Frömmigkeit sah er in ihrer humanistischen Gesinnung. Dr. Osten
Dr. Manfred Osten (eigenes Foto, Copyrighted free use, Link)

28. September 2016

Dr. habil. Jochen Golz, Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar
"In tausend Formen magst Du Dich verstecken."
Goethe und die Weltreligionen
Dr. Golz
Dr. J. Golz während seines Vortrages im Schillerhaus

28. August 2016

Anlässlich von Goethes 267. Geburtstag lud der Vorstand der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt seine Mitglieder zu einem freundlichen Begegnen am Sonntag, dem 28. August 2016, ins Schillerhaus ein. Uns erwartete eine Kaffeetafel im Garten des Schillerhauses. Danach führte uns Frau Dr. Daniela Danz geleiteten durch das Haus. Ihr Thema war das Alltagsleben des Rudolstädter Adels am Ende des 18. Jahrhunderts.

4. Juli 2016 - Auf den Fröbels Spuren

Exkursion zur Fröbelschule Keilhau
Robert Nauer, 2. Vorsitzender des Thüringer Fröbelvereins
" Kommt, laßt uns unseren Kindern leben!"
Perspektiven der Fröbel-Schulen
Herr Nauer begrüßte uns vor dem Hauptgebäude und gab uns einen einen Überblick über die Geschichte der Einrichtung und das Wirken Fröbels. Der Nachmittag klang bei Bratwurst und Bier im "Pausengelände" aus.

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15. Juni 2016

Martin Blum Martin Blum, Ingolstadt:
„Frei wie Wolken, fühlt was Leben sei!“ Wolken als Sinnbild bei Goethe
Der Vortrag geht dem leitmotivischen Thema nach und beleuchtet einleitend Goethe als Wolkenforscher und schließlich als Wolkenpoet. In seinem lyrischen und dramatischen Werk stehen bei Goethe Wolken sinnbildlich für das Göttliche, die Liebe, die Inspiration, die Poesie, aber auch für die Sorge. Lyrikwolken wurden Wolkenlyrik: Wolkenzeichnungen Goethes und Wolkenpassagen aus seinem literarischen Werk werden zu einem eindrucksvollen Erlebnis... Martin Blum ( geb. 1988 in Görlitz) studierte an der Universität Bayreuth Germanistik. Er ist im  Preisträger des 5. Internationalen Essay-Wettbewerbs ( 2015) der Goethe-Gesellschaft in Weimar.

9. Mai 2016

Prof. Dr. Wulf Segebrecht, Bamberg
"Über allen Gipfeln ist Ruh" - und die Folgen Sonettenwuth und Liebesraserei. Goethe im poetischen Wettstreit um Minna Herzlieb
Im Jahre 1806 spielte sich im Hause des Verlegers Frommann in Jena ein denkwürdiger poetischer Wettstreit ab: Es galt, auf die bildhübsche Pflegetochter des Hauses, die 17 Jahre alte Minna Herzlieb, nach allen Regeln der Kunst und nach der neuesten Mode ein Sonett zu verfassen. Neben Goethe waren u.a. Friedrich Wilhelm Riemer, der Hauslehrer von Goethes Sohn August, Johann Diederich Gries und der Dramatiker Zacharias Werner an diesem Wettkampf beteiligt. Prof. Dr. Wulf Segebrecht, Bamberg, rekapituliert in seinem Vortrag die gesellige Situation im Hause Frommann, fragt nach Goethes Verhältnis zu Minna Herzlieb, die er angeblich „mehr als billig“ geliebt hat, und vergleicht die Sonette der Beteiligten miteinander und vor dem Hintergrund der damals grassierenden Sonettenwut. W. S. / W.W.Segebrecht

20. April 2016

Helmut Hühn, Jena
Schiller und die Entfaltung von Goethes Naturforschung
Dieser Vortragsabend  stand unter dem Thema „Schiller und die Entfaltung von Goethes Naturforschung“. Referent Dr. Helmut Hühn, Jena, leitet die Forschungsstelle Europäische Romantik sowie Schillers Gartenhaus und die Goethe-Gedenkstätte in Jena. Zu seinem Vortrag bemerkte er: „Hätt` ich mich mit den Naturwissenschaften nicht abgegeben“, so schreibt Johann Wolfgang von Goethe 1831 an Carl Friedrich Zelter, „so hätt' ich die Menschen nie kennen lernen.“ Der Vortrag zeigte, wie Goethe seine Naturforschung an der Universität Jena entwickelte und dem zentralen Konzept der Metamorphose eine wissenschaftliche wie dichterische Gestalt gab. Herausgearbeitet wurde, wie stark Friedrich und Charlotte Schiller seit dem Jahr 1794 in Goethes Naturforschung einbezogen wurden.“Dr. Hühn

16. März 2016

Dr. Elke Richter (Vortrag), Klassik Stiftung Weimar
Dr. Bettina Zschiedrich  (Lesung)
„Wie kann ich seyn ohne Ihnen zu schreiben.“ Goethes Briefe an Charlotte von Stein
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt zu ihrem Vortragsabend am Mittwoch, dem 16. März 2016, 19.00 Uhr in die Stadtbibliothek ein. Dr. Elke Richter (Vortrag) und Dr. Bettina Zschiedrich (Lesung), beide wissenschaftliche Mitarbeiter innen des Goethe- und Schiller-Archivs der Klassik Stiftung Weimar und an der Gesamtausgabe von Goethes Briefwechsel beteiligt, widmen sich der Korrespondenz Goethes mit Charlotte von Stein. „Wie kann ich seyn ohne Ihnen zu schreiben.“ An keine andere Person hat Goethe jemals häufiger und - zumindest für die Zeit bis zum Ende der ersten italienischen Reise im Juni 1788 - in dichterer Folge geschrieben als an Charlotte von Stein (1742-1826). Insgesamt haben sich mehr als 1770 Briefe Goethes an sie erhalten. Zwar bedient sich Goethe darin keiner kunstvollen Liebessprache und vermeidet jede Art von sprachlicher Exaltiertheit, dennoch gehören sie in ihrer Fülle und Vielgestaltigkeit zu den schönsten Liebesbriefen der Weltliteratur. Sie geben noch immer Rätsel auf, nicht zuletzt weil die Gegenbriefe nicht überliefert sind. Der Vortrag widmet sich sowohl den Besonderheiten dieser einzigartigen Korrespondenz wie auch der Frage, weshalb Charlotte von Stein in Goethes erstem Weimarer Jahrzehnt zu seiner wichtigsten persönlichen Bezugsperson wurde. Dr. Richter

9. Februar 2016

Prof. Dr. Bernd Leistner, Leipzig
Goethe im Kunstdenken Richard Wagners
Richard Wagner (1813 – 1883) zählt zweifellos zu den bekanntesten, wenn auch nicht unumstrittenen deutschen Komponisten. Vor allem mit seinen Musikdramen leistete er einen großen Beitrag zur Erneuerung der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Doch auch als Schriftsteller hat Richard Wagner ein umfangreiches Gesamtwerk geschaffen. Eine Auflistung der einschlägigen Einzeltexte ergibt mehr als 200 Titel. „Die gewichtigsten sind“ so Prof. Leistner, „unmittelbar oder mittelbar, seinen musikdramatischen Vorstellungen gewidmet, die darzulegen er sich immer wieder gedrängt fühlte. Und diese entwickelte er nicht zuletzt mit Blick auf die musik-, dichtungs- und theatergeschichtliche Situation. Dabei war ihm zumal Goethe ein denkwürdiger Großer, dem er dauernd kritisch nachfragte. Er fand Grund, ihn zu rühmen und zu bewundern, Grund aber auch, mit ihm zu hadern.“ Bernd Leistner, bis zu seiner Emeritierung Literaturprofessor an der Technischen Universität Chemnitz, folgt in seinem Vortrag der Spur solcher Nachfragen. Dabei wendet er sich Schriften, wie „Das Kunstwerk der Zukunft“, „Oper und Drama“, „Deutsche Kunst und deutsche Politik“ sowie „Über die Bestimmung der Oper“ zu. Seine Aufmerksamkeit gilt aber auch den Tagebüchern Cosimas, die bezeugen, wie intensiv Wagner mit Goethe befasst war. B. L. / W.W. Wagner hat sich in seinen Schriften - entsprechend dem gesellschaftlichen Kontext - unterschiedlich zu Goethes Schaffen geäußert, mitunter sich selbst widersprochen. Insgesamt ergibt sich ein recht amorphes Bild über Wagners Sicht auf Goethe - mal war zum es Beispiel dessen Beschäftiung mit der Natur, mal die wohl nicht so leicht zu vertonenenden Jamben. Prof. Leistner

20. Januar 2016

Hier sehen Sie einige Aufnahmen von unserer Festveranstaltung - 40 Jahre Goethe-Gesellschaft Rudolstadt - sowie dem sich anschließenden Beisammensein im Schlosscafé.

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20. Januar- Jahreshauptversammlung


Am 20. Januar fand die turnusmäßige Jahreshauptversammlung der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt mit Jahresrückblick und Wahl des Vorstands statt.

Ablauf: - Bericht des Vorsitzenden: Hans-Günther Otto
- Bericht der Schatzmeisterin: Gertrud Glandt
- Bericht der Revisoren: Karin Seifert
- Aussprache
- Wahl des Wahlleiters
- Entlastung des Vorstands
- Wahl des neuen Vorstands
Von links:
- Herr Grüner, 2. Vorsitzender
- Herr Otto, Vorsitzender
- Frau Glandt, Geschäftsführerin
- Herr Werner, Pressereferent
- Herr Bergmann, Schriftführer
Wir wünschen Frau Renate Michels, bislang im Vorstand als Schriftführerin tätig, alles Gute für ihre Gesundheit! - Wahl der Revisoren
- Vorstellung des Jahresprogramms 2016
Im Anschluss an die Wahlveranstaltung präsentierte uns Herr Otto Reiseeindrücke von Ecuador und Chile.

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